Die häufigsten Sätze in euren (Verkaufs-)Texten.
Und warum sie niemandem helfen.


Stellt euch vor, ihr lest zehn Websites hintereinander.

Zehn verschiedene Unternehmen.
Zehn verschiedene Branchen.
Zehn verschiedene Leistungen.

Und trotzem habt ihr nach kurzer Zeit das Gefühl:
Irgendwie klingt das alles gleich.

Da steht:
„Ganzheitliche Beratung“
„Ihr verlässlicher Partner“
„Wir nehmen uns Zeit für sie.“

Und nach der dritten Website fragt ihr euch automatisch:
Moment mal … habe ich das nicht gearde schon gelesen?

Wenn man viele Texte liest – egal ob Website, Broschüre, Flyer, Angebots- oder Produktbeschreibung – stellt man irgendwann fest:
Viele Texte klingen erstaunlich ähnlich.

Nicht unbedingt, weil die Unternehmen gleich arbeiten.
Sondern einfah, weil sie häufig diesselben Formulierungen verwenden.
Formulierungen, die tatsächlich fast überall stehen können.

Die zu einem Steuerberater genau so passen, wie zu einem Handwerker, einem Versicherungsmakler oder einer Heilpraktikerin.

Und genau da liegt das Problem.

Denn eine „ganzheitliche Beratung“ wird bei der Heilpraktikerin vermutlich ganz anders aussehen als bei einem Versicherungsmakler oder einem Handwerksbetrieb.

Wie genau, as bleibt im Text meist offen.
Stattdessen bleibt er so allgemein, dass Leser nicht erkennen können, was das eigentlich bedeutet.

Dahinter steht oft ein nachvollziehbarer Wunsch.

Man möchte

  • professionell wirken
  • nichts Falsches versprechen und
  • möglichst viele Menschen ansprechen.

Also greift man zu Formulierungen, die sicher klingen.
Die gebräuchlich sind.
Die man schon hundertmal gelesen hat.

Das Ergebnis sind Texte, die zwar korrekt klingen, aber wenig Konkretes zeigen.

Und genau deshalb helfen sie selten dabei,
dass Interessenten wirklich eine Entscheidung treffen können.

Schauen wir uns einige typische Beispiele an.

Das klingt nach viel.
Aber der Leser fragt sich automatisch:
Was bedeutet „ganzheitlich“ hier eigentlich?

Im Falle einer Steuerkanzlei könnte das zum Beispiel heißen:

„Wir schauen nicht nur auf Ihre Steuer.
Wir prüfen auch, was von Ihrem Umsatz wirklich übrigbleibt
und wie ich das auf Ihr Einkommen, Ihre Rücklagen und Ihre Altersvorsorge auswirkt.“

Plötzlich wird klarer, was hier mit „ganzheitlich“ gemeint ist.
Und es entsteht ein konkretes Bild.

Der Satz klingt vertrauenswürdig.
Aber gleichzeitig fragt man sich: Woran erkenn ich das?
Heißt es, dass ihr eure Kunden, Patienten oder Mandanten über viele Jahre hinweg begleitet?

Dann schreibt geanu das:

„Viele unserer Mandanten arbeiten seit Jahren mit uns zusammen und besprechen wichtige Entscheidungen frühzeitig mit uns.“

So versteht der Leser, wie sich eure Verlässlichkeit zeigt.

Ein Satz, der auf vielen Websites, in Broschüren oder anderen Texten steht.
Doch auch hier bleibt offen, was das konkret bedeutet.

Bedeutet es, dass

  • ein Termin länger dauert als woanders?
  • man (viele) Fragen stellen kann?
  • Entscheidungen gemeinsam diskutiert werden?

Zeit ist ein wertvolles Gut.

Wenn ihr euch bewusst Zeit für eure Mandanten, Klienten, Patienten oder Kunden nehmt,
dann lohnt es sich, das genauer zu beschreiben:

„Im Erstgespräch nehmen wir uns etwa eine Stunde Zeit,
um Ihre Situation in Ruhe zu verstehen und gemeinsam die nächsten Schritte zu planen.“


Jetzt weiß der Leser, was ihn erwartet.

Wenn ihr möchtet, macht einen kurzen Test.

Geht über eure Website, Angebotsseiten, Broschüren oder Flyer und schaut,
ob dort Formulierungen wie diese auftauchen:

individuelle Beratung
ganzheitlicher Ansatz
maßgeschneiderte Lösungen
langjährige Erfahrung
kompetente Beratung
persönliche Betreuung
höchste Qualität
kundenorientiert
innoviatve Lösungen

Diese Formuierungen sind nicht falsch.
Aber sie bleiben oft so abstrakt, dass Leser kaum erkennen, was wirklich dahinter steckt.

Nehmt euch solche Sätze einmal vor und fragt euch:
Was bedeutet das in unserem konkreten Fall wirklich?

Wenn ihr diese Antwort aufschreibt, entstehen oft ganz automatisch klarere und stärkere Texte.

Floskeln bleiben allgemein.
So allgemein, dass sie kaum Orientierung bieten.

Je konkreter ein Text wird, desto leichter können Leser sich vorstellen, was sie wirklich erwartet.
Und genau das hilft bei Entscheidungen.

Doch wenn Menschen verstehen,

wie ihr arbeitet,
was sie bei euch erwartet und
welchen Unterschied eure Arbeit für sie macht,

dann erkennen sie viel schneller: ob sie bei euch richtig sind.

Wenn ihr eure Texte einmal von außen prüfen lassen möchtet, schaut euch unseren Klartext QuickCheck an.
Mehr zum Klartext QuickCheck.



Zur besseren Lesbarkeit verwenden wir überwiegend die männliche Form.
Gemeint sind selbstverständlich alle Menschen.

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